Nur wenige österreichische Städte zeigen ihre Geschichte so deutlich wie Steyr. Das Schloss steht dort, wo die erste Burg stand, der Stadtplatz folgt noch heute seinem mittelalterlichen Verlauf, und die Fabriksgebäude im Wehrgraben erinnern an das Jahrhundert, in dem Werndls Werke zu den größten Waffenfabriken der Welt zählten.
Die Anfänge
- 980Eine Urkunde nennt die Styraburg, die Burg, der die Stadt ihren Namen verdankt.
- 11. JahrhundertDie Burg ist ein Sitz der Otakare.
- 1170Steyr wird als urbs, als Stadt, bezeichnet.
Die Eisenstadt
- 1287Herzog Albrecht I. verleiht das „Große Privileg“ und damit Steyr das Stapelrecht für Eisen und Holz. Die Stadt wird zu einem Zentrum der Eisenwurzen, der Eisenregion der Ostalpen.
- 1625Gründung der Innerberger Hauptgewerkschaft, der Eisenhandelsgesellschaft, die 1628 den Innerberger Stadel erwarb.
- 1666Die Familie Lamberg erbt Steyr und das Schloss.
- 1727Ein großer Stadtbrand; das Schloss und viele Häuser am Stadtplatz werden im Barockstil wiederaufgebaut.
- 1765–1778Bau des Rokoko-Rathauses durch Johann Gotthard Hayberger.
Josef Werndl und die Steyr-Werke
- 1830Leopold Werndl gründet sein Unternehmen.
- 1855Sein Sohn Josef Werndl (1831–1889) übernimmt und baut eine der größten Waffenfabriken der Welt auf, bekannt für das Werndl-Hinterladergewehr.
- 1884Werndl veranstaltet eine Elektrizitätsausstellung, und Steyr erhält seine erste elektrische Straßenbeleuchtung; Kaiser Franz Joseph kommt am 19. August zu Besuch.
- 1889Die Schmalspurbahn Steyrtalbahn wird am 20. August eröffnet.
- 1915–19341915 beginnt die Automobilproduktion; 1926 wird das Unternehmen zur Steyr-Werke AG und fusioniert 1934 mit Austro-Daimler und Puch zur Steyr-Daimler-Puch.
Jüngere Geschichte
- 1950Das Weihnachtspostamt Christkindl wird eröffnet.
- 1980Steyr feiert nach einer umfassenden Restaurierung der Altstadt sein Millennium.
- 1987Das Museum Arbeitswelt wird im Wehrgraben eröffnet.
Heute ist Steyr mit rund 38.000 Einwohnern die zwölftgrößte Stadt Österreichs und ein Industriezentrum für Fahrzeug- und Motorenteile.
Quellen: Wikipedia (de) · Wikipedia (en) · Austria-Forum (Werndl) · Wikipedia (Steyrtalbahn)
